Olivenöl in Einweg-Flaschen

Da hat sie mal wieder zugeschlagen, die Brüssel-Bürokratie! In Restaurants sollen künftig keine nachfüllbaren Ölfläschchen mehr auf die Tische kommen sondern nicht nachfüllbare Einweg-Flaschen. Das Argument: Erhaltung des Qualittsstandards von europäischem Olivenöl und Schutz der Verbraucher vor Irreführung. Echt irre, was?

Als ließen sich nicht die Etiketten der Flaschen austauschen. Es sollen dazu ja schon vor Jahren erste Praxis-Tests durchgeführt worden sein...
Irgendwie wirkt diese Idee doch etwas „Off-Time“.

EU-Retro-Richtlinie

Erinnern wir uns mal an die guten alten 1970er- und 1980er Jahre zurück. Da stapelten sich in der Hotellerie die kleinen Marmeladen-Döschen – nicht nachfüllbare Einwegverpackungen. Warum schützen wir die Qualitätsstandards der europäischen Marmeladenhersteller nicht gleich mit! Oder besser noch: Wie unappetitlich ist es eigentlich, wenn wir in den Hotels morgens in offenen Müsli-Schüsseln herumstochern. Da ließe sich doch eine praktische, nicht nachfüllbare Mehrwegverpackung erfinden – auch eine tolle Aufgabe für die Brüsseler Bürokraten! Was machen wir dann aber mit den Brötchen. Wer garantiert dem schutzbedürftigen Verbraucher eigentlich, dass die nicht vom Vortag sind oder gar vom Nachbarbetrieb, der zu viel Brötchen eingekauft hat – ein Fall für die Brüsseler Brötchen Bürokratie. Sollten nicht kleine Brandzeichen auf den Brötchen den Herkunftsnachweis garnatieren?

Wie gut, dass der schokobraune Haselnussbrotaufstrich so hartnäckig ist, dass er sich gar nicht erst in Mehrwegumverpackungen anbieten lässt. Aber die neue Form, die dem original Glas entspricht, bedürfte einer EU-Retro-Richtlinie zur Vermeidung von unnötigen schokobraunen Haselnussbrotaufstrich-Resten in den Einwegverpackungen.

Ordnung in die Frühstückbuffets!

Die Einweg-Verpackungs-Richtlinie der EU wäre insofern auch überfällig, als dass damit endlich mal wieder Ordnung in die Frühstückbuffets der Hotellerie käme. Die Döschen und Tiegelchen ließen sich dann ordentlich stapeln (aber nicht zu hoch, wegen der Umsturz- und Verletzungsgefahr). Das schafft Platz für mehr Tische und Stühle. Das kurbelt den Umsatz an!
Hurra!

Time to say good bye!

Schade nur, dass die Brüssel-Bürokraten nicht so weit gedacht und sich nur auf die Mehrweg-Ölivenölfläschchen beschränkt haben. Lässt sich Essig eigentlich nicht panschen? Anstelle von Fleur de Sel kann dann also das billigere Streusalz…? Wie ließe sich denn der Pfeffer ersetzten?

Aber auch die Gabeln steckten ja schon mal in einem anderen Mund. Sollte man da nicht auch den Verbraucher vor Keimen schützen. Offenbar kann man den Gastronomen ja nicht vertrauen. Also müsste doch auch eine Einweg-Besteck-Richtlinie der EU zum Wohle der Mundschleimhäute insgesamt die Volksgesundheit verbessern.

Oder verstehe ich das mit dem Olivenöl jetzt völlig falsch? Jetzt fällt mir gerade ein, dass ja auch die Betten in den Hotels …man weiß ja gar nicht, was da so und wer da so …, also: her mit den Einweg-Betten!

Anmerkung

Dieser nicht ganz ernst gemeinte Kommentar stellt die subjektive Meinung des Verfassers dar. Er entzieht sich jeglicher wissenschaftlicher Präzision. Dafür ist er aber auch nicht plagiiert…

Es grüßt ganz unbürokratisch

Dr. Martin Linne

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2013-05-25 - Nachtrag

Na, da haben wir aber Glück gehabt.
Hoffentlich gilt auch hier: aufgeschoben ist aufgehoben.